Save the date: Kamingespräch,15.02.23

Save the date: Kamingespräch 15.02.23

Anlässlich des ersten Jahrestages des Angriffskriegers Russlands gegen die Ukraine greift das IPA im 6. Kamingespräch das Thema „sexualisierte Gewalt in kriegerischen Konflikten“ auf.

Unsere Gäste sind Jessica Mosbahi (Frauenrechtsorganisation Medica Mondiale), Dr. Regine Mülhäuser (Institut für Sozialforschung Hamburg). Moderiert wird das Gespräch von Nadia Kailouli (einbiszwei Podcast der UBSKM).
 
Weitere Informationen folgen in Kürze.

Pressemitteilung 5. Kamingespräch

Pressemitteilung Kamingespräch, 22.11.2022

Neue Perspektive auf Aufarbeitung?
Verantortungsträgerinnen der Kirchen im Gespräch

Drei Frauen, die in wichtigen Führungspositionen der katholischen und evangelischen Kirche Verantwortung tragen, diskutierten im fünften Kamingespräch des IPA (Institut für Prävention und Aufarbeitung) den Stand der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in den beiden Kirchen.

Dr. Beate Gilles (Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz), Dr. Irme Stetter-Karp (Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken) und Bischöfin Kirsten Fehrs (stellvertretende EKD Ratsvorsitzende) tauschten sich darüber aus und stimmten überwiegend zu, dass eine gesellschaftlich breit angelegte Dunkelfeldstudie zu sexualisierter Gewalt in Familien, Vereinen und Kirche die Situation erheblich verbessern würde.

Doch so sehr einzelne staatliche Vertreter:innen eine staatliche Aufarbeitung forderten, so sehr erlebe sie, dass beide, Kirche und Staat, sich dann bei konkreten Maßnahmen zögerlich verhielten, sagte Irme Stetter-Karp. Sie habe kein Vertrauen mehr, dass die katholische Kirche die Aufarbeitung alleine leisten kann. Die Kirche brauche den Staat im Wächteramt.
Auch die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs betonte, dass der Staat eine Mitverantwortung bei der Aufarbeitung habe. Sie stellte das neue Partizipationsmodell der EKD für die Einbindung Betroffener vor. Mit dem Beteiligungsforum sollen auf allen Ebenen Betroffene mitentscheiden. Jedoch bedeute Beteiligung, dass es Zeit brauche.
Dr. Beate Gilles betonte die Aufarbeitung bleibe eine riesige Aufgabe für die Deutsche Bischofskonferenz. Es gäbe da kein Ende. Sie wies darauf hin, dass Präventionsmaßnahmen stetig fortentwickelt werden müssen.
Die Teilnehmerinnen stimmten überein, dass Frauen und Männer unterschiedlich mit Macht umgingen. Frauen könnten einen sensibleren Blick auf die Verletzbarkeit von Menschen haben. Es gelte jetzt auch in den Kirchen den geistlichen Missbrauch genauer ins Auge zu fassen.

Die Leiterin des IPA, Mary Hallay-Witte, zeigte sich erfreut über den weiterführenden und hochqualitativen Diskurs. Sie kündigte weitere Kamingespräche des IPA an.

Das Gespräch wurde moderiert von der Journalistin Iris Toussaint.

Schieb den Gedanken nicht weg!

Schieb den gedanken nicht weg!

Das IPA unterstützt die bundesweite Kampagne gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen des BMFSFJ und der UBSKM .

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche kommt nicht selten auch im persönlichen Umfeld vor. Um dies zu verhindern, braucht es ein breites gesellschaftliches Bewusstsein, dass auch die eigenen Kinder bzw. Minderjährige, die man kennt, betroffen sein können. Die Kampagne will die Bevölkerung in Deutschland flächendeckend und wirksam erreichen und Zugang zu Informationen und Hilfe ermöglichen! Denn mit sensibilisierten und verantwortungsbewussten Erwachsenen können Kindern und Jugendlichen schnellere Hilfe erhalten. 

 

 

Mit der Unterstützung der Kampagne setzen auch wir ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und um klarzumachen: Missbrauch findet sehr wahrscheinlich auch in unserem Umfeld statt, wir alle haben Verantwortung dem entgegen zu wirken und Jede:r kann etwas dagegen tun.

 

Auf der Kampagnenwebsite finden Sie weitere Informationen sowie die entsprechenden Materialien.

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